Freitag, 13. November 2015

Blog Tour Sara Belin - Lesbisch, schwul oder bisexuell? - Eine Frage der Einstellung, Gene oder Hormone?



Hallo Ihr Lieben,

und wieder ist eine Blogtour auf meinem Blog zu Gast, dieses Mal ist es das tolle Buch von Sara Belin, meine Rezension zu "Bad Gays küsst man nicht" ist schon länger auf meinem Blog zu finden.
Ich habe mich mal mit dem Thema "Lesbisch, schwul oder bisexuell? - Eine Frage der Einstellung, Gene oder Hormone?" auseinandergesetzt, gar nicht so einfach kann ich euch sagen. Lange habe ich im Internet nachgelesen und bin dann an einem Artikel hängen geblieben, der es mir sehr angetan hat. Eigentlich halte ich nichts von kopieren, aber ich finde den Artikel von Planet Wissen wirklich sehr gelungen, daher gebe ich ihn auch so an euch weiter.
Zu Gewinnen gibt es auch etwas, daher lest es euch durch und beantwortet mir meine Fragen. :)

Meine Meinung zu diesem Thema möchte ich euch aber nicht vorenthalten.
Jeder sollte seine Liebe nicht verleugnen, oder verleugnen müssen. Wenn man seinen Seelenverwandten in einem gleichgeschlechtlichen Partner findet. Warum nicht? In meinem Freundeskreis habe ich Schwule, Lesben und Bisexuelle, alle ganz liebe und tolle Menschen, keinen von ihnen möchte ich missen.
Persönlich habe ich das Glück meinen besten Freund und Seelenverwandten gefunden zu haben und wünsche euch allen genau so viel Glück!
Liebe, Vertrauen und Ehre sind die kostbarsten Güter, die wir Menschen besitzen.

Warum schwul? Warum lesbisch?

Warum lieben manche Männer Männer und manche Frauen Frauen? Ist Homosexualität ein Produkt unserer genetischen Veranlagung oder des sozialen Umfelds? Eine Frage, auf die es bis heute keine eindeutige Antwort gibt.

Hier geht es weiter
Hier geht es weiter

Angeboren oder anerzogen?

Seit dem 19. Jahrhundert fragen sich Wissenschaftler, wie es dazu kommen kann, dass sich ein Mann nicht in eine Frau, sondern in einen anderen Mann verliebt. Der deutsche Jurist Karl Heinrich Ulrichs war einer der Ersten, die ihre Theorie dazu veröffentlichten. 1864 bezeichnete er den Schwulen als "Urning" und ging davon aus, dass dieser Mensch zwar im Körper eines Mannes geboren sei, allerdings eine weibliche Seele habe. Er erfand somit eine Art "drittes Geschlecht" neben Mann und Frau, das die Liebe unter Männern erklären sollte. Kritiker warfen ihm jedoch vor, dass er damit weder die lesbische noch die bisexuelle Neigung erklären könne.

Das Wichtige an seinem Ansatz bleibt aber bis heute, dass er Schwul sein nicht als Krankheit, sondern als angeborenes Phänomen ansah. Der Sexualforscher Magnus Hirschfeld sorgte dafür, dass diese Idee auch nach Ulrichs' Tod weiterlebte. Er erforschte nicht nur die Ursachen der Männerliebe, sondern sprach sich öffentlich für die angeborene Homosexualität und damit für deren Straffreiheit aus. Magnus Hirschfeld gilt als Begründer der ersten Homosexuellen-Bewegung in Deutschland.
Sigmund Freud lehnte die Theorien von Ulrichs und Hirschfeld ab und schlug stattdessen einen anderen Weg zur Erklärung ein: Der österreichische Psychoanalytiker stellte 1905 in "Drei Abhandlungen über die Sexualtheorie" die These auf, dass alle Menschen von Geburt an bisexuell seien. Erst die Entwicklung in der Kindheit entscheide darüber, ob sich eine hetero- oder homosexuelle Neigung ergebe. Im Falle eines "abwesenden Vaters" steige nach der Freud'schen Theorie die Wahrscheinlichkeit, dass der Sohn schwul werden könnte. Das distanzierte Verhältnis zum Vater führe dazu, diese Lücke später mit einem männlichen Partner schließen zu wollen.

Genetische Forschung

Dank des medizinischen Fortschritts konnten die Wissenschaftler ab den 1980er Jahren noch intensiver nach möglichen Ursachen der Homosexualität forschen. 1993 verkündete der Amerikaner Dean Hamer, er habe das "Schwulen-Gen" entdeckt. Bei der Untersuchung von männlichen Zwillingen stellte er bei beiden eine bestimmte Abweichung des X-Chromosoms fest. Da die Brüder beide homosexuell waren, glaubte er, des Rätsels Lösung endlich gefunden zu haben. In den folgenden Jahren versuchten andere Forscher Hamers These zu bestätigen, allerdings ohne Erfolg. Die Existenz eines einzelnen "Schwulen-Gens" konnte somit ausgeschlossen werden.

Doch die Idee, Homosexualität könne tatsächlich genetisch bedingt sein, wurde deswegen keineswegs begraben. So fand 2005 auch der amerikanische Wissenschaftler Brian Mustanski heraus, dass bestimmte Erbgutbereiche auf Chromosomen bei homosexuellen Brüdern übereinstimmen, allerdings seien die Geschlechts-Chromosomen davon nicht betroffen. Er hielt fest, dass die Entstehung von Homosexualität neben anderen Faktoren zu einem gewissen Anteil von mehreren DNS-Abschnitten (Desoxyribonukleinsäure) beeinflusst werde - eine weitaus vorsichtigere Formulierung als damals bei Hamer.

Biologischer Faktor X + Sozialer Faktor Y = Homosexualität

Nur noch wenige Wissenschaftler glauben, dass es eine ganz bestimmte Ursache für Homosexualität gibt. Während Dean Hamer mit seiner vermeintlichen Entdeckung des "Schwulen-Gens" ausschließlich auf die biologische Erklärungskraft setzte, sehen die Anhänger der Queer-Theorie das kulturelle und soziale Umfeld als alleinige Ursache. Indem sie zwischen biologischem (sex) und sozialem Geschlecht (gender) unterscheiden, lösen sie sich von der traditionellen Geschlechtereinteilung zwischen Mann und Frau. Gender - und damit die sexuelle Orientierung des Menschen - wird nach dieser Ansicht also getrennt vom biologischen Geschlecht betrachtet.
Die mehrheitliche Überzeugung ist jedoch, dass biologische, kulturelle und soziale Faktoren nicht getrennt voneinander zu betrachten sind. Welche Voraussetzungen es genau sind, die Menschen homosexuell werden lassen, weiß man bis heute nicht.



Teilnahmebedingungen:...
Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständniserklärung der Eltern.
Versand nur innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für den Postversand wird keine Haftung übernommen.
Das Gewinnspiel endet am 14.11.2015 um 23:59 Uhr. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt man sich bereit im Gewinnfall öffentlich namentlich am Ende der Blogtour genannt zu werden.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung mit Facebook und wird nicht von Facebook organisiert.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.

Als was werden die Menschen laut Karl Heinrich Ulrich und als was bei Sigmund Freud geboren und von wann Stammen diese Aussagen?

Ich hoffe es hat euch gefallen!

Hier nochmal alle Teilnehmer mit Link:
Buchvorstellung und Vorstellung der Charaktere - bookwormdreamers 
Sommerurlaub auf dem Balkon oder im Ausland? - Vor- und Nachteile - Bücherleser
Über das Leben eines Rockstars - http://beatelovelybooks.blogspot.de/
Das Leben eines Groupies - Fanatismus oder Verehrung? - Mein Leben
Lesbisch, schwul oder bisexuell? - Eine Frage der Einstellung, Gene oder der Hormone? - hier
Autoreninterview - RealBooksNeverDie
Gewinnerbekanntgabe auf allen Blogs

.

Kommentare:

  1. Hi,
    der Jurist Karl Heinrich Ulrich (1864) bezeichnete die Schwulen als "Urning" und ging davon aus, dass dieser Mensch zwar im Körper eines Mannes geboren sei, allerdings eine weibliche Seele habe. Er erfand somit eine Art "drittes Geschlecht" neben Mann und Frau, dass die Liebe unter Männern erklären sollte.
    Sigmund Freud (1905) dagegen war da anderer Meinung. Er stellte die These auf, dass alle Menschen von Geburt an bisexuell seien. Erst die Entwicklung in der Kindheit entscheide darüber, ob sich eine hetero- oder homosexuelle Neigung ergebe.
    Einen schönen Freitag noch!!!

    Lg
    Gaby

    http://escape-into-dreams.blogspot.co.at/

    AntwortenLöschen
  2. Karl Heinrich Ulrichs bezeichnete 1864 den Schwulen als "Urning" und ging davon aus, dass dieser Mensch zwar im Körper eines Mannes geboren sei, allerdings eine weibliche Seele habe.

    Sigmund Freud stellte 1905 die These auf, dass alle Menschen von Geburt an bisexuell seien. Erst die Entwicklung in der Kindheit entscheide darüber, ob sich eine hetero- oder homosexuelle Neigung ergebe.

    Liebe Grüße
    Sandra

    AntwortenLöschen
  3. Hallo,

    Karl Heinrich Ulrichs bezeichnete 1864 den Schwulen als "Urning" und ging davon aus, dass dieser Mensch zwar im Körper eines Mannes geboren sei, allerdings eine weibliche Seele habe.

    Sigmund Freud stellte 1905 dagegen die These auf, dass alle Menschen von Geburt an bisexuell seien.
    Erst die Entwicklung in der Kindheit entscheide darüber, ob sich eine hetero- oder homosexuelle Neigung ergebe.

    Gruß
    Monika B.
    lesetrine@gmx.de

    AntwortenLöschen
  4. Hallo,

    Karl Heinrich Ulrichs bezeichnete den Schwulen als "Urning" und ging davon aus, dass er zwar im Körper eines Mannes geboren sei, aber eine weibliche Seele habe.

    Sigmund Freud stellte die These auf, dass alle Menschen von Geburt an bisexuell seien.

    LG
    SaBine

    AntwortenLöschen
  5. Huhuu,

    vielen Dank für den heutigen Beitrag :D

    1864 bezeichnete Karl Heinrich Ulrichs den Schwulen als "Urning" und ging davon aus, dass dieser Mensch zwar im Körper eines Mannes geboren sei, allerdings eine weibliche Seele habe.

    Der österreichische Psychoanalytiker Sigmund Freud stellte 1905 in "Drei Abhandlungen über die Sexualtheorie" die These auf, dass alle Menschen von Geburt an bisexuell seien. Erst die Entwicklung in der Kindheit entscheide darüber, ob sich eine hetero- oder homosexuelle Neigung ergebe. Im Falle eines "abwesenden Vaters" steige nach der Freud'schen Theorie die Wahrscheinlichkeit, dass der Sohn schwul werden könnte.

    Lieben Gruß, Yvonne
    yvonne.rauchbach@freenet.de

    AntwortenLöschen
  6. Hallo :)
    Interessante Theorien - dass der Freud mal wieder eine auch zu diesem Thema aufgestellt hat, hätte mich auch nicht überraschen sollen :D
    Karl Heinrich Ulrichs hat 1864 den Schwulen als "Urning" bezeichnet, ein drittes Geschlecht neben Mann und Frau, nämlich eine weibliche Seele im männlichen Körper.
    Freud dagegen ging 1905 davon aus, dass es nur Mann und Frau gäbe und alle bisexuell geboren werden (die letztendliche sexuelle Neigung hing seiner Meinung nach dann von der Ab- oder Anwesenheit eines Vaters ab).

    LG,
    Bianca

    AntwortenLöschen
  7. Karl Heinrich Ulrichs bezeichnete 1864 den Schwulen als -Urning- als völlig neues Geschlecht neben Mann und Frau und unserer allseits belächelter Freud stellt 1905 die Theorie auf das alle Menschen bisexuell auf die Welt kommen und das es eine Entwicklungsache ist ob, dann Homo- oder Heterosexuell sein Erwachsenleben verbringt.

    LG
    Kathleen

    AntwortenLöschen
  8. Hallo,

    Ulrich beschrieb 1864 Homosexuelle als "Urning" und "erfand" neben damit ein drittes Geschlecht und Freud postulierte 1905, dass alle Menschen zunächst bei der Geburt bisexuell wären und sich die Sexualität erst durch Erfahrung entwickelt ;)
    Ich würde gerne für das Printexemplar in den Lostopf hüpfen ;)

    LG

    AntwortenLöschen