Sonntag, 7. Juni 2015

Olbrich, Jörg - Hilmer: Der Lemming, der nicht sterben wollte

5.0 von 5 Sternen So ist es Brauch. So ist es Sitte., 7. Juni 2015      

Kurzbeschreibung

Seit vielen Generationen ist es eine heilige Pflicht für alle Lemminge, sich mit Vollendung des 15 Lebensmonats von den Klippen des Todesfelsen in die Tiefe zu stürzen. So schafft es das Volk von König Helmut seine Bevölkerungszahlen konstant zu halten. Einst war es der Prophet Wonibalt, der als erster eine Gruppe von Lemmingen zum Todesfelsen geführt hatte. Seit diesem Tag ist es für jedes Mitglied dieser Rasse eine Ehre, dem Propheten ins gelobte Land zu folgen. So ist es Brauch. So ist es Sitte. Bisher hat dagegen auch nie ein Lemming protestiert.

Außer Hilmer!
 
 
Mein Fazit:
Jeder Lemming hat seit vielen Generationen die heilige Pflicht sich vom Todesfelsen zu stürzen, und zwar mit Vollendung des 15. Lebensmonats, an diesem Tag beginnt die Geschichte von Hilmer. Er stand schon mit seinen drei Vettern inmitten eines wahren Heeres, die alle darauf warteten ihren aufstieg zum Todesfelsen beginnen zu dürfen. Doch Hilmer hielt es an diesem Tag für keine gute Idee mehr und fasste den Entschluss, dass er an diesem Irrsinn auf keinen Fall teilnehmen würde.
Er beschloss, seine Vettern davon zu überzeugen, dass es besser sei, zurück nach Hause zu gehen. Doch das war gegen das Gesetz und seine Vettern wollten sich nicht gegen die heiligen Schriften des furchtlosen Wonibalt stellen. Also begleiteten Sie Hilmer zum König Helmut um ihn wieder zur Vernunft zu bringen. Dass die Lemminge sich vom Todesfelsen stürzten, hatte ja auch seinen Sinn und Zweck, nämlich Hunger, Wohnungsnot und Seuchen gehörten der Vergangenheit an. Als die Vier sich auf den Weg zum Palast machten, war im Palast grade die monatliche Vorführung der neusten Erfindungen von Henni und Hörg, diese hatten Kaubonbons erfunden, die das Überbevölkerungsproblem lösen würde, die Weibchen würden, wenn sie diese benutzten nicht mehr trächtig und die Pärchen könnten sich miteinander vergnügen, sooft sie wollten.
Helmut, der zum einen sich nichts aus Weibchen machte und zum anderen nicht von dem Sprung vom Todesfelsen betroffen war, hielt so gar nichts von diesen wunder Kaubonbons und ließ seine beiden Erfinder kurzerhand in den Kerker werfen, damit diese wieder zur Besinnung kamen.
Auch Hilmer landete nach einiger Zeit im Kerker und lerne dort seine neuen Freunde kennen, mit diesen beiden starte ein großes Abenteuer, ob Hilmer sich vor dem Sprung ins Gelobte Land retten kann?...

Auf dem Cover sieht man den kleinen Helden, der sich nicht unterkriegen lässt und sich mit aller Kraft am Leben festhält.
Ich finde das Cover sehr süß und passend.

In dem Buch trifft Hilmer auf ganz verschiedene Persönlichkeiten ein paar wollen ihm helfen, ein paar wollen ihn lieber Tod sehen, ein paar die eigentlich Feinde sind werden zu Verbündeten. Jörg Olbrich erzählt die Geschichte von Hilmer flüssig und humorvoll, die kleinen Lemminge sind sehr unterhaltsam und jeder der kleinen Nager hat seine Macken, wie bei uns Menschen. Man drückt die Pfoten, leidet und lacht mit den kleinen.

Ich freue mich schon auf "Henni & Hörg: Zwei Missionare räumen auf", die Fortsetzung ist am 24.04.2015 erschienen, jedoch sollte man mit Hilmer anfangen da man sonst diverse zusammenhänge nicht gut versteht, hat mir Jörg Olbrich verraten.

Mein Fazit: Jeder, der gerne einen humorvollen Abenteuerroman sucht, ein bisschen Fantasy aber nicht abgeneigt ist, kommt hier voll auf seine Kosten. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, bildet Eure eigene Meinung und lest selbst.
 


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